Vorsorgeprinzip

Siehe auch: Überschwemmung durch Einwanderer und gemäßigt und radikal für offene Grenzen.

Nach der Seite bei Wikipedia besagt das Vorsorgeprinzip folgendes:

Wenn eine Handlung oder eine Politik das vermutete Risiko hat, einen Schaden für die Öffentlichkeit oder die Umwelt zu verursachen bei Abwesenheit eines wissenschaftlichen Konsenses, daß die Handlung oder Politik schädlich ist, dann liegt die Beweislast, daß sie nicht schädlich ist, bei denjenigen, die die Handlung unternehmen.

Einige Gegner von Einwanderung argumentieren, daß das Vorsorgeprinzip angesichts der Unsicherheiten im Zusammenhang mit Einwanderung eine restriktionistische Politik vorschreibt.

Andere, die im Allgemeinen Einwanderung unterstützen, betrachten dennoch das Vorsorgeprinzip als seine Rechtfertigung für nur gemäßigte und allmähliche Steigerungen der Einwanderung und weisen eine Politik von offenen Grenzen zurück (siehe auch: gemäßigt und radikal für offene Grenzen).

Hier sind einige Beispiele von Argumenten, die auf dem Vorsorgeprinzip aufbauen:

  • Peter Brimelow gibt in Alien Nation: Common Sense about America’s Immigration Disaster Zitate aus einem Brief wieder, die ein Abonnent der National Review geschrieben hat:

Leser, die sich in den Argumenten und Gegenargumenten zu Einwanderung [aus der dritten Welt] verhäddert haben, können die Frage vereinfachen, indem sie dieselbe Frage stellen, wie Flugzeugpiloten und Seeleute bevor sie bei bedrohlichen Wetter losziehen: „Was, wenn?“

Was, wenn Julian Simon, Ben Wattenberg und Bob Bartley unrecht haben? Sind wir bereit für irgendwelche oder alle der möglichen Folgen: staatliche Unterstützungsprogramme, die verdünnt oder ganz verdrängt werden, unsere Umwelt überwältigt, massive Armut, ein schwindender Prozentsatz in guten Jobs, eine zersplitterte Gesellschaft, in der ethnische Auseinandersetzungen so häufig wie Regentage sind, was zu einer Zeit führt im nächsten Jahrehundert, wenn die USA totalitär warden, weil die Nation nicht länger regierbar ist mit vier riesigen ethnischen Minderheiten (wovon eine weiß ist)? . . .

Nun, was, wenn Peter Brimelow und George Borjas unrecht haben? Können wir mit einem Mangel an Arbeit und der einer geringeren Verbreitung von Fastfoodrestaurants umgehen? Wir könne unsere Arbeitsproblem dadurch lösen, daß wir an unsere südliche Grenze gehen und flüstern: „Wir könnten ein paar Arbeiter gebrauchen.Was Restaurants anlangt, würde ich für selbstgekochtes Essen stimmen.

— Tev Laudeman, Louisville, Kentucky.

Siehe auch:

Antworten von Vertretern von offenen Grenzen

In seinem Artikel Why Should We Restrict Immigration? (PDF, 20 Seiten, freie Version), einem Teil von Cato Journal Winter 2012, geht Bryan Caplandas Vorsorgeprinzip wie folgt an:

Wenn man etwas wie das Vorsorgeprinzip vertritt (Sunstein 2005),ist dies ein starker Einwand gegen unmittelbar offenen Grenzen. Die Gesellschaft, in der wir leben, funktioniert extrem gut nach Welt- und historischen Standards. Wenn man in der ersten Welt lebt, geht es einem gut. Warum ein Risiko eingehen?

Aus einem amoralischen, risikoaversen Blickwinkel gibt es keine gute Antwort auf diesen Einwand. Aber wenn man einen moralischen Vorbehalt ernsthaft für Freizügigkeit hat, ist das in der Tat ein schwaches Argument. Beschränkungen von Einwanderung ist nicht eine unbedeutende Lästigkeit, die wir für unseren Seelenfrieden dem Rest der Welt auferlegen. Beschränkungen von Einwanderung ruinieren Millionen von Leben— unter Zwang Menschen die Chance zu verweigern, mit ihren besten Kunden Geschäfte zu machen. „Wir halten Millionen im Elend der dritten Welt gefangen, weil wir wissen, daß Freizügigkeit sehr schlimme Folgen hat“ kann den Vorbehalt für offene Grenzen womöglich überstimmen. „Wir halten Millionen im Elend der dritten Welt, weil es eine kleine Wahrscheinlichkeit gibt, daß Freizügigkeit sehr schlimme Folgen hat“ kann das nicht. Man denke an den moralischen Fortschritt, den das Vorsorgeprinzip ausgeschlossen hätte: bis eine Gesellschaft Religionsfreiheit ausprobiert hätte oder die Abschaffung der Sklaverei, könnte niemand sicher sein, daß das Experiment nicht in einem Desaster enden würde.

In jedem Fall liefert das Vorsorgeprinzip keine Unterstützung für den Status Quo. Die existierende Forschung bestätigt, daß mäßige Libralisierung von Einwanderung hervorragende Folgen hat. Wenn Problem der Schlußfolgerunge außerhalb der Stichprobe („out of sample“) für einen ein Problem ist, ist die offensichtliche Lösung die Stichprobe allmählich zu erweitern. Schritt 1: ein bißchen mehr liberalisieren als jedes andere Land. Schritt 2: sehen, was passiert. Schritt 3: bei Abwesenheit von sehr schlimmen Folgen ein bißchen mehr liberalisieren und zurück zu Schritt 1.

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