Die Herrenrasse

Als Zitat der gesamte Blogpost Are Low-Skilled Americans the Master Race? von Bryan Caplan:

Angenommen, man könnte amerikanischen Highschool-Abbrechern eine 1000-prozentige Gehaltserhöhung geben, indem man jeden Mann, jede Frau und jedes Kind in Lateinamerika ausrotten würde. Wäre es moralisch richtig, das zu tun?

Nein? Warum nicht? Ihre Antwort ist hoffenlich, daß Mord verkehrt ist, auch wenn es Amerikanern mit geringen Qualifikationen einen finanziellen Vorteil bringt. Wenn man es so formuliert, ist es tatsächlich schwer, nicht auszurufen: “Was ist so toll an Amerikanern mit geringen Qualifikationen? Sind sie die Herrenrasse, in deren Dienst jedes Verbrechen gerechtfertigt ist?”

Gut, nehmen wir man könnte amerikanischen Highschool-Abbrechern eine Gehaltserhöhung um 8% geben, indem man jeden Mann, jede Frau und jedes Kind aus Lateinamerika zurück in ihre Heimatländer abschieben würde. Wäre es moralisch richtig, das zu tun?

Wirtschaftswissenschaftler rollen mit den Augen, wenn jemand den Einwand gegen eine bessere Politik mit der Begründung bringt, daß einige spezielle Sonderinteressen unter der Veränderung leiden werden. Es ist an der Zeit, die letzte Grenze zu überschreiten und damit anzufangen, unsere Augen zu rollen, wenn das Sonderinteresse Amerikaner mit geringen Qualifikationen ist.

Man kann mich einen Non-Bleeding Heart Libertarian nennen, aber dieses eine Mal paßt mir der Schuh nicht. Mein Herz blutet wirklich für Menschen, die in armen Ländern geboren sind und die hierher kommen, um ihre Lage durch harte Arbeit zu verbessern. Und was ist mit den Amerikanern mit geringen Qualifikationen? Sie wurden in den USA geboren und sprechen fließend Englisch. Mögen sie ihre Segen zählen.

Bryan Caplan hat in der Folge seine Überlegungen in dem Blogpost Rector, Poverty, and Immigration ausgebaut:

1. Die große Mehrheit der “Armen” in Amerika sind reich nach historischen Standards und im Weltvergleich.  82% der armen Amerikaner im Erwachsenenalter sagen, daß sie nie während des letzten Jahres hungrig waren, weil sie sich kein Essen leisten konnten; 96% der armen amerikanischen Eltern sagen, daß ihre Kinder niemals hungrig waren, weil sie sich kein Essen leisten konnten. Die Hälfte der armen Amerikaner lebt in einem Einfamilienhaus und 41% gehört ihr Haus. Arme Amerikaner haben mehr Platz zum Leben als der durchschnittliche Europäer. 82% der armen Amerikaner haben eine Klimaanlage, 64% haben Kabel- oder Satellitenfernsehen, 40% besitzen eine Spülmaschine, 34% haben einen Fernsehapparat, was Milliardären 1990 das Wasser im Munde hätte zusammenlaufen lassen. Von der materiellen Seite geht es den armen Amerikanern einfach gut.

2. Die meisten armen amerikanischen Erwachsenen hätten ihre Lage durch umsichtiges Verhalten vermeiden können, besonders durch Nachwuchs erst nach einer Heirat. 71% der armen Familien mit Kindern haben nur einen Elternteil als Haushaltsvorstand. Etwa 80% aller langfristigen Armut kommt in Haushalten von Alleinerziehenden vor. Verheiratete Highschool-Abbrecher haben niedrigere Armutsraten als Alleinerziehende mit ein oder zwei Jahren College. Die meisten unverheirateten Väter verdienen genug, um ihre Kinder von Armut fernzuhalten.

Wenn man die Evidenz von Rector mit Common-Sense für die moralischen Meinungen über die verdient Bedürftigen verbindet, ist es schwierig, den Schluß zu vermeiden, daß nur wenige “arme” Amerikaner sich qualifizieren. Die moralische Ermahnung, den “verdient Bedürftigen zu helfen”, ruft uns auf, denjenigen zur Hilfe zu kommen, die (a) wirklich mittellos sind, obwohl sie (b) vernünftige Schritte ergriffen hatten, ihre Mittellosigkeit zu vermeiden. Rector zeigt, daß nur wenige Amerikaner nach diesem Kriterium sich qualifizieren. Die meisten “armen” Amerikaner genießen eine lange Liste von Luxusgegenständen, und die meisten wären sogar noch reichter, wenn sie (oder ihre Eltern) sich dazu entscheiden würden, Nachwuchs bis nach einer Heirat mit billiger und effektiver Verhütung zu verschieben.

In krassem Kontrast kommen die meisten illegalen Einwanderer aus der Dritten Welt. Anders als sogenannte “arme” Amerikaner, haben illegale Einwanderer Jahre von bitterer Mittellosigkeit in ihren Heimatländern ertragen. stark contrast, most illegal immigrants come from the Third World.  Anders als sogenannte “arme” Amerikaner bleiben die meisten Menschen in der Dritten Welt extrem arm, sogar wenn sie hart arbeiten, Nachwuchs bis nach einer Heirat aufschieben, nüchtern bleiben und so weiter. Unsere Einwanderungsgesetze zu brechen, um Arbeit in der Ersten Welt zu suchen, ist einer der wenigen Wege für die Armen global, um schnell und verläßlich aus der Armut zu entfliehen.

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