Kriminalität als Zweitrundeneffekt

Das Argument hier ist, daß Einwanderung die Kriminalität durch den folgenden indirekten Mechanismus erhöht:

  • Einwanderer treten in Wettbewerb mit den Einheimischen um Arbeitsplätze und drängen sie aus gutbezahlter Arbeit hinaus. Einheimische fallen auf ein niedrigeres Lohnniveau zurück und/oder werden arbeitslos. Siehe auch: Sinkende Löhne für Einheimische.
  • Die verringerte Lebensqualität für die Einheimischen macht es wahrscheinlicher, daß sie Verbrechen begehen.

Eine Version dieses Arguments ist in dem Artikel Immigration and African-American Employment Opportunities: The Response of Wages, Employment, and Incarceration to Labor Supply Shocks (NBER page) von George J. Borjas, Jeffrey Grogger und Gordon H. Hanson gemacht worden.

In einem Artikel für VDARE mit dem Titel Black Crime: The Immigration Dimension, bezieht sich Steve Sailer auf seine eigene Forschung und bietet seine eigene Hypothese für die Verursachung an:

Heute bringen sich also schwarze Männer gegenseitig in verminderter Zahl um. Aber sie gehen immer noch mit einer erschreckenden Rate ins Gefängnis. Und ihre Teilnahme am Arbeitsmarkt bleibt sehr schlecht. Im Boomjahr 1990 waren 30% der jüngern schwarzen Männer aus dem Arbeitsmarkt heraus.

Das ist, wo Einwanderung einen Effekt hat. Sie mag nicht den Niedergang des Verhaltens von Schwarzen angestoßen haben — aber sie hat es für Schwarze schwerer gemacht, Boden gut zu machen.

Wenn ein junger schwarzer Mann mit unterdurchschnittlichem Intellekt zwischen einer Karriere als Arbeiter oder als Krimineller schwankt, würde der Lohn, den er mit ehrlicher Arbeit verdienen kann, eine Rolle bei dieser sehr wichtigen Entscheidung spielen. Und nach dem Gesetz von Angebot und Nachfrage muß dieser durch das vermehrte Angebot von Arbeit gedrückt werden, das durch Einwanderung verursacht wird.

Die schwächere Erholung für schwarze Männer mag wohl vom größeren Wettbewerb durch hispanische illegale Einwanderer herrühren. Zum erst gibt es mehr männliche als weiblich illegale Ausländer. Zum zweiten gehen viele schwarze Frauen in Bürotätigkeiten, wo Lese- und Schreibfähigkeit in Englisch eine Voraussetzung ist. Viele bekommen Arbeit beim Staat, die für Staatsbürger vorbehalten ist.

Im Gegensatz dazu haben schwarze Männer mehr Schwierigkeiten als schwarze Frauen, die Highschool abzuschließen und Lesen und Schreiben angemessen zu lernen, weshalb sie gefährdet sind, aus ihren gewerblichen Arbeitsstellen durch illegale Ausländer verdrängt zu werden.

George Borjas hat auch einen Blogpost mit dem Titel  Blacks and Immigration hier. Als Antwort schreibt Bryan Caplan in seinem Blogpost  Borjas: What’s His Problem? :

Borjas jüngster Post verstärkt nur meine Verblüffung. Er bloggt über seine Forschung, die zeigt, daß Einwanderung Verbrechen von Schwarzen erhöht, indem Löhne von Schwarzen gesenkt werden. “Die Einwanderer haben mich dazu gebracht.” Ich bin nicht verblüfft über das Ergebnis, aber ich würden meinen, daß die offensichtliche Lösung (Drogenlegalisierung einmal beiseite) härtere Strafen für ein ein paar tausend Mörder wäre, nicht Exil für Millionen von hart arbeitenden Einwanderern.

Als ich Borjas Arbeit gelesen habe, kam mir das alte Sprichwort in den Sinn: “Wenn Dein einziges Werkzeug ein Hammer ist, sieht alles wie ein Nagel aus.” Wenn Deine einzige politische Reform die Verminderungvon Einwanderung ist, dann sieht alles so aus, als wenn Einwanderer schuld sind – sogar daß einheimische Amerikaner sich gegenseitig ermorden.

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