Geschlossene Grenzen als Bevorzugung à la Affirmative Action

In einem Blogpost mit dem Titel Immigration restrictions as affirmative action zeigt Bryan Caplan, daß die Kritik am Förderprogramm “Affirmative Action” (positive Diskriminierung) als nicht auf Leistung beruhend mit wesentlich größere Kraft auch auf Einwanderungsbeschränkungen zutrifft. Es folgt ein Auszug:

Einer meiner engsten konservativen Freunde ist chronisch sauer auf (a) Einwanderung und (b) Affirmative Action. Die Ironie dabei ist, daß die Einwanderungsbeschränkungen, die er so leidenschaftlich gutfindet, Affirmative Action für einheimische Arbeiter sind.

Vertreter der standardmäßigen Affirmative Action sehen die niedrigen Prozentsätze für Minderheiten, die Arbeitgeber auf einem freien Markt einstellen würden. Sie schließen daraus vorschnell, daß die bösen Absichten der Arbeitgeber der Grund sind, warum Minderheiten schlecht abschneiden. Und sie antworten damit, daß die Arbeitgeber unter Druck gesetzt werden, mehr Menschen aus Minderheiten anzustellen, und verhöhnen die Menschen, die nicht zu einer Minderheit gehören und einwenden, daß sie ungerecht behandelt werden.

Vertreter von Einwanderungsbeschränkungen sehen die niedrigen Prozentsätze, an Einheimischen, die Arbeitgeber auf einem freien Markt anstellen würden. Sie schließen daraus vorschnell, daß die bösen Absichten bösen Absichten der Arbeitgeber der Grund sind, warum Einheimische schlecht abschneiden. Und sie antworten damit, daß die Arbeitgeber unter Druck gesetzt werden, mehr Einheimische anzustellen, und verhöhnen Ausländer, die einwenden, daß sie ungerecht behandelt werden.

Der Hauptunterschied ist dabei natürlich, daß Einwanderungsbeschränkungen um Klassen härter sind als Maßnahmen à la Affirmative Action. Der Traum von standardmäßiger Affirmative Action ist Proportionalität. Wenn Schwarze 13% der Bevölkerung sind, sollten Schwarze 13% aller Arbeit im Land haben. Im Gegensatz dazu ist der Traum von Einwanderungsbeschränkungen der vollständige Ausschluß. Wenn Einheimische 5% der Weltbevölkerung sind, dann sollten Einheimische 100% aller Arbeit im Land haben. Keine der beiden Maßnahmen erreicht ihren Traum, aber die Härte der Durchsetzung entspricht der Größe der gewünschten Gestaltung der Gesellschaft.

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