Linkslastige Agenda

Ein häufiger Vorwurf gegen Unterstützer von offenen Grenzen und sogar gegen Unterstützer von mäßig offeneren Grenzen oder Gastarbeiterprogrammen ist der, daß eine solche Unterstützung durch eine extrem linke Agenda motiviert ist.

Die genaue rhetorische Formulierung dieser Vorwürfe variiert von Land zu Land. Nachfolgend eine Liste mit Beispielen im Kontext der Einwanderung in die USA.

Man betrachte etwa den Artikel The Open Borders Lobby and the Nation’s Security After 9/11von William Hawkins und Erin Anderson:

Das Konzept der “offenen Grenzen” ist seit langem eine Agenda der ideologischen Linken gewesen. Seit den 1960ern hat ein riesiges Netzwerk — mit Hunderten von Organisationen und Zehntausenden von Aktivisten an der Basis, unterstützt durch Hunderte Millionen Dollars von linkslastigen Stiftungen — eine ununterbrochene Kampagne geführt, die amerikanischen Grenzen für eine Masseneinwanderung aus der Dritten Welt zu öffnen. Auch wenn diese Gruppen begrifflich von „Menschenrechten“ sprechen, sind die Rechte, die sie fordern, nicht die Beschränkungen des Staates wie in den Verassungszusätzen verankert, sondern die Ansprüche der Gesellschaft auf „Verteilungsgerechtigkeit“ und „Wohlfahrt“ und eine Sonderbehandlung für ausgezeichnete Gruppen, die die bekannte Forderungsliste der Linken darstellen und, falls eingeführt, auf eine Revolution in der bestehenden sozialen Ordnung Amerikas hinauslaufen würden. Und das ist genau ihre Absicht.

Die Bewegung für “offene Grenzen” wuchs aus der Radikalisierung der 1960er hervor und reifte im Kampf um die Amnestie für die illegalen Fremden in den 1980ern. Sie errang einen gewissen Status als genereller Trend in den 1990ern, als die Moden der „Globalisierung“ und des „Multilateralismus“ in dem Jahrzehnt Gerede von „einer Welt ohne Grenzen“ ermutigten und des Niedergangs, ja des Untergangs, des Nationalstaates. Im Zentrum dieser Bewegung stand die Ford Foundation — die größte steuerbefreite Stiftung der Welt und eine, die zunehmend von der politischen Linken geführt wird.

Später im selben Artikel:

Die langdauernden Anstrengungen der Linken, die amerikanische Gesellschaft von unten durch einen Zufluß an, wie man hofft, nichtassimilierten Einwanderern aus unähnlichen Kulturen zu transformieren, ist seit dem 11. September verschränkt mit den Protesten gegen den Schutz des Heimatlandes (homeland security) und den globalen Krieg gegen den Terrorismus. Als der erste Jahrestag des 11. September 2001 heraufzog, veröffentlichte die radikale Lehrergruppe „Rethinking School“ einen Spezialbericht “Krieg, Terrorismus und das amerikanische Klassenzimmer2 (War, Terrorism, and America’s Classroom), der die Ansichten von Gelehrten, Journalisten, Dichtern und Aktivisten offerierte, die gegen die amerikanischen Aktionen waren. Es offerierte auch Anregungen für die Lehre, Themen zum Schreiben und Rollenspielübungen, um die linkslastige Interpretation der Ereignisse voranzubringen. Die Ford Foundation bezahlte dafür, daß 30.000 Exemplare des Berichts „Rethinking Schools“ an mittlere und höhere Schule quer durch das Land geschickt wurden.

Der Bericht wurde wohlwollend in der Herbstausgabe 2002 des “Ford Foundation Reports” von Neil F. Carlson besprochen, dem Herausgeber für das “National Committee for Responsible Philanthropy”, das die Agenda für die Finanzierung von politischen Zielen zu setzen trachtet. Carlson fand den Bericht „Rethinking Schools“ wichtig wegen „seiner Bereitschaft, die offizielle Geschichte zu hinterfragen und die krasse Darstellung der Welt als „wir gegen sie“ (oder „wir die Guten, sie die Bösen“) mit Skepsis zu betrachten.“

(Viele weitere Details im Artikel).

Ähnlich lautet es im Artikel “Leftist Foundations Fund Open Borders Agenda”:

“Stiftungen des Verrats” (Foundations of Betrayal) bietet einen frischen Blick in das Innere eines übersehenen Feindes – Hunderte von großen, steuerbefreiten, linkslastigen Stiftungen, die die freie Wirtschaft verachten und, ja, sogar unsere Verfassung und die amerikanische Souveränität. “Reichtum kontrolliert die Kultur” (Wealth controls culture) und Phil Kent zählt die Kontrollfreaks auf – Althergebrachte wie die Ford und die Rockefeller Foundation sowie verschlagene Neulings wie George Soros. Punkte in einer Bandbreite von radikalem Umweltschutz bis hin zu offenen Grenzen dienen als der Hauptrammbock, um Amerika umzugestalten. Diese niemandem Rechenschaft pflichtigen Eliten bezahlen auch Kirchengruppen, um sich ihrem Marsch nach links anzuschließen. Sie propagieren sogar abwegiges sexuelles Verhalten.

In einem Kommentar auf der Website von Open Borders schreibt Artur:

Es gibt ein Schlagwort, das Antonio Gramsci zugeordnet wird und das hier passend ist, wie ich denke: „der lange Marsch durch die Institutionen“. Es bedeutete, daß anstatt von gewaltsame Revolutionen der Westen sozialistisch würde, durch Überzeugung der Meinungen im Westen — was durch die Infiltration der Institutionen erreicht werden würde. Gramsci schrieb in den Dreißigern und um 1960 hatte die Sowjetunion die folgenden niedergeschriebenen Ziele bezogen auf die amerikanischen Institutionen.

– das Wohlfahrtssystem überladen (um eine Krise zu verursachen) – “Frieden durch Abrüstung” zu erreichen – Amerika dazu zu bringen, seinen eigenen Feinden Entwicklungshilfe zu geben – Amerika zur Unterstützung der Vereinten Nationen zu bringen – linklastige Richter in den Höchsten Gerichtshof zu bringen – Homosexualität als normal darzustellen – linkslastige Professoren in den Universitäten zu platzieren – zuzulassen, daß die Medien infiltriert werden – Pornographie zu propagieren – die Kinder in den Schulen vom Tischgebet abzuhalten – Waffen zu kontrolieren – radikalern Umweltschutz zur Zerstörkung der amerikanischen Industrie zu nutzen – das biblische Christentum zu verzerren.

Das wurde alles von den Sowjets in den frühen 1960ern auseinandergelegt, und sie haben das wunderbar gut getan.

Es gibt keine „Trägheit“, wenn es Agenten gibt, die hinter den Kulissen arbeiten, um die amerikanischen Institutionen zu unterminieren.

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